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Hier lassen wir die Geschichte erzählen... Was war doch damals alles noch? Wer weiß es noch? Hier ist es nachzulesen. Für all diejenigen, die ein Blick in die Vergangenheit wagen wollen.


 



Entstehung des TSW PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jürgen Lürssen   
Sonntag, den 27. Dezember 2009 um 13:06 Uhr

Wie aus dem TW und dem SVW der Turn- und Sportverein Woltmershausen (TSW) entstand

Ursprünglich gab es im Stadtteil Woltmershausen/Rablinghausen drei Turn- und  Sportvereine: Der Turnverein Woltmershausen (TW) wurde 1890 gegründet, seit 1896 gab es den Arbeiterturnverein Woltmershausen (ATW), der sich dann 1909 in den Allgemeinen Turnverein Woltmershausen umbenennen musste und 1900 wurde der Fußballverein Woltmershausen (FVW) ins Leben gerufen.

Die Vereine entwickelten sich – abgesehen von der Zeit des 1. Weltkrieges von 1914-1918  - stetig. In den zunächst reinen Turnvereinen, der ATW auch mit einem Spielmannszug, wurden Ballspiele wie Schlagball. Faustball, Handball und Fußball in das Betätigungsprogramm aufgenommen. Hatte man in den Anfangsjahren noch den Turn- und Sportbetrieb auf Kegelbahnen, in Sälen von Gaststätten oder irgendwo im Freien durchführen müssen, entstanden im Laufe der Jahre bessere Sportstätten wie die Turnhalle an der Rechtenflether Straße, die vereinseigene Turnhalle des ATW in der rückwärtigen  Lage an  der Woltmershauser Straße, ein erster Sportplatz am Westerdeich, der vereinseigene Turn- und Spielplatz des TW an der Visbeker Straße, zwei neue Sportplätze am Westerdeich und die Turnhalle an der Wiedhofstraße.

Bedingt durch staatliche Eingriffe wurde 1933 der ATW dem TW angegliedert, sodass – wenn auch nicht freiwillig – schon damals ein Großverein mit 1.200 Mitgliedern entstand. Durch die folgenden Kriegswirren wurde der Turn- und Spielbetrieb immer weiter eingeschränkt und kam schließlich ganz zum Erliegen.

Nach Kriegsende wurde schon Ende 1945 die Vereinstätigkeit des ATW wieder aufgenommen. Im Frühjahr 1946 erhielt auch der TW von der damaligen Militärregierung die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes. Der ATW und der FVW, der schon während der Kriegsjahre eine Spielgemeinschaft eingegangen war, weil viele Spieler zum Kriegsdienst eingezogen wurden, schlossen sich 1947 zum Sportverein Woltmershausen von 1896 (SVW) zusammen. Dem folgte der TW nicht und blieb selbstständig.

So wetteiferten, nach zunächst schwierigen Anfangszeiten aufgrund der Kriegsnachwirkungen (die Turnhallen und Sportplätze waren zerstört, zwei gut funktionierende Vereine im Stadtteil. Der TW, der sein Domizil nach wie vor an der Visbeker Straße hatte, bot neben Turnen, Handball, zeitweise auch Fußball, Faustball und Tischtennis an. Im SVW, der ab 1951 über die als erste in Bremen geschaffene Bezirkssportanlage, der „Hanseaten-Kampfbahn“, verfügen konnte, hatten die Mitglieder die Möglichkeit, sich in den Abteilungen Turnen, Fußball, Handball, Faustball, Spielmannszug, Tennis, Tischtennis oder Schach zu betätigen.

Anfang der 70er Jahre nahm dann der Gedanke, in Woltmershausen einen Großverein zu bilden immer mehr Gestalt an. Während die Vorstände des SVW und TW noch verhandelten, sich das erhoffte Ziel aber abzeichnete, nahmen die Tisch-Tennis- und die Handballabteilungen bereits 1973 als „Vorreiter“ den gemeinsamen Spielbetrieb in den „Spielgemeinschaften Woltmershausen“ (SGW) auf. Am 27. September 1974 war es dann vollbracht, der Turn- und Sportverein Woltmershausen von 1890 e.V. wurde gegründet! Die weitere Entwicklung war sehr positiv. 1982 war der bisher höchste Stand mit 1.774 Mitgliedern erreicht. Von der allgemeinen Vereinsmüdigkeit und Hinwendung zu anderen Freizeitaktivitäten blieb auch der TSW nicht verschont. In den Folgejahren musste ein stetiger Mitgliederschwund hingenommen werden. Seit einigen Jahren hat sich jedoch die Zahl der Mitglieder bei 1.250 stabilisiert. 

Quelle: Fritz Rummel, „Woltmershausen – Pusdorfer Geschichte, Turnen, Spiel und Sport“, Verlag H.M. Hauschild GmbH, Bremen 1989
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. Dezember 2009 um 13:15 Uhr
 


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